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Losen Tee zubereiten: Menge, Temperatur und Ziehzeit

Guter loser Tee leidet schnell unter zu heißem Wasser oder zu langer Ziehzeit. Drei Dinge genügen: die richtige Menge, die richtige Temperatur und ein Timer.

  • loser Tee
  • Wassertemperatur
  • Ziehzeit
  • grüner Tee
  • schwarzer Tee

Die Menge

Als Ausgangspunkt nehmen Sie 2 bis 3 Gramm Blätter für eine Tasse mit 200 ml, etwa einen gehäuften Teelöffel. Große, leichte Blätter wie beim weißen Tee brauchen mehr Platz, hier zählt das Gewicht und nicht der Löffel.

Temperatur und Ziehzeit je Sorte

  • Grüner Tee: 70-80 °C, 1 bis 3 Minuten. Japanische Sorten wie Sencha mögen es eher kühler.
  • Weißer Tee: 75-85 °C, 3 bis 5 Minuten.
  • Oolong: 85-95 °C, 2 bis 4 Minuten.
  • Schwarzer Tee: 90-100 °C, 3 bis 5 Minuten.
  • Matcha: Wasser mit 70-80 °C, mit dem Bambusbesen aufschlagen, bis sich feiner Schaum bildet.

Ohne Thermometer

Bringen Sie das Wasser zum Kochen und lassen Sie es im offenen Wasserkocher stehen: nach etwa 3 Minuten hat es rund 80 °C, nach 5 bis 6 Minuten rund 70 °C.

Häufige Fehler

  • Kochendes Wasser auf grünem Tee: er wird bitter und verliert sein Aroma.
  • Blätter in der Tasse lassen: der Tee zieht weiter und wird herb. Nehmen Sie das Sieb nach der Ziehzeit heraus.
  • Zu kleine Teesiebe: die Blätter brauchen Platz, um sich zu öffnen.

Mehrere Aufgüsse mit denselben Blättern

Viele grüne Tees und Oolongs vertragen zwei oder drei Aufgüsse. Verlängern Sie die Ziehzeit jedes Mal um 30 Sekunden. Wenn Sie unsicher sind, sagen wir Ihnen an der Theke Menge und Zeit für Ihren Tee.

Das Wasser zählt so viel wie der Tee

Eine Tasse Tee besteht zu 99 % aus Wasser, deshalb schmeckt man seine Qualität. Sehr hartes, kalkreiches Wasser dämpft das Aroma und hinterlässt einen Film an der Oberfläche. Zu mineralarmes Wasser macht den Tee dagegen flach.

Wenn Leitungswasser nach Chlor schmeckt, lassen Sie es einige Stunden in einem Krug stehen oder verwenden Sie einen Wasserfilter. Ein natürliches, mineralarmes Wasser eignet sich sehr gut. Nehmen Sie immer frisches Wasser: Mehrmals gekochtes Wasser verliert Sauerstoff und der Tee schmeckt matt.

Kanne, Tasse oder Sieb

Für eine Tasse genügt eine Tasse mit Sieb und Deckel. Für zwei oder mehr Personen ist eine Kanne praktischer und hält die Wärme besser. In beiden Fällen vorher mit etwas heißem Wasser anwärmen und es weggießen: So beginnt der Aufguss bei der richtigen Temperatur.

Das Sieb muss geräumig sein. Gerollte Blätter, wie bei vielen Oolongs, werden drei- bis viermal größer und brauchen Platz, um sich zu öffnen und ihr Aroma abzugeben.

Kräftiger Tee ohne Bitterkeit

Wirkt der Tee zu schwach, liegt es nahe, ihn länger ziehen zu lassen. Dadurch steigt aber vor allem die Bitterkeit. Für eine kräftigere Tasse lieber mehr Blätter nehmen und die empfohlene Zeit einhalten.

Ist er zu bitter, verkürzen Sie zuerst die Zeit oder senken die Temperatur um einige Grad, bevor Sie die Menge verringern.

Mit Milch, Zitrone oder Zucker

  • Milch passt zu kräftigen schwarzen Tees wie Assam oder Frühstücksmischungen. Bei grünem und weißem Tee überdeckt sie alles.
  • Zitrone hellt die Farbe auf und macht den Geschmack frischer. Am besten zu leichten schwarzen Tees wie Ceylon.
  • Zucker und Honig lösen, solange der Tee heiß ist. Gut zubereiteter Tee braucht sie oft nicht.

Häufige Fragen

  • Kann ich Tee am Vorabend zubereiten? Heiß lieber nicht: Er oxidiert und wird bitter. Für Vorrat besser kalt ansetzen.
  • Ist loser Tee teurer als Teebeutel? Pro Gramm oft ja, aber dieselben Blätter ergeben mehrere Tassen und der Geschmack ist ein anderer.
  • Wie viel kaufe ich für den Anfang? 50 Gramm reichen für etwa 20 Tassen: genug, um herauszufinden, ob er Ihnen schmeckt.